Sechs Völker, eine Wiese, echter Honig
Irgendwo zwischen Obstbäumen, wilden Himbeeren und einem Rapsfeld am Horizont stehen sie: sechs Bienenvölker in Achim-Uesen – und mittendrin ich, Hobbyimker mit voller Überzeugung und gelegentlich klebrigen Fingern. Willkommen beim Mellinarium.
Der Standort ist ein kleines Glück. Auf dem Firmengelände wurde vor ein paar Jahren eine Streuobstwiese angelegt – rund vierzig Bäume, fast ausschließlich alte Sorten: Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen. Genau die Sorte Vielfalt, die Bienen lieben und die in modernen Agrarlandschaften leider immer seltener wird. Dazu Kastanien in der Nähe, verwilderte Brombeer- und Himbeerhecken und in den umliegenden Gärten und Parks ein bunter Mix aus Blühpflanzen – darunter erstaunlich viel Vergissmeinnicht, das im Frühjahr regelrecht explodiert.

Die Bienen des Mellinariums leben in klassischen Dadant-Holzbeuten – solide, bewährt, bienengerecht. Jedes Volk entwickelt seinen eigenen Charakter, seine eigene Dynamik. Das zu beobachten, zu verstehen und ein bisschen zu lenken, ist das, was mich an der Imkerei fasziniert. Kein Tag ist wie der andere.
Geerntet wird zweimal im Jahr. Im Frühjahr entsteht der Frühtrachthonig – geprägt von Obstblüte und Raps, hell, mild und sehr aromatisch. So schmeckt der Frühling in Achim – das ist nicht nur ein Slogan. Hinter jedem Glas stecken Wochen Arbeit, Tausende Bienenflüge und eine Streuobstwiese, die genau das möglich macht. Im Sommer folgt der Sommerblütenhonig, aromatischer, dunkler, komplexer – das Aroma einer ganzen Saison, eingefangen in einem Glas.
Honig ist kein Industrieprodukt. Er ist das Ergebnis von Millionen kleiner Entscheidungen – jeder Ausflug, jede Blüte, jedes Gramm Nektar, das eine Biene trägt. Im Mellinarium wird schonend geschleudert, grob gefiltert und der Honig so nah am Original gelassen wie möglich. Was ins Glas kommt, war vor wenigen Wochen noch draußen auf der Wiese.

Wenn du diesen QR-Code gescannt hast, weißt du jetzt, wo dein Honig herkommt. Danke, dass dir das nicht egal ist.